Labrador vom Roosgoorn

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Labrador vom Resebergweg

Wir wollen einen Hund kaufen:


Ein Hund, ein Hund sie möchten einen Hund. Ich kann Sie gut verstehen, ich möchte auch nicht mehr ohne unsere Lotte sein. Trotzdem gibt es einiges zu bedenken.

Ein Hund kostet viel Zeit und Geld! Überlegen Sie sich in Ruhe ob Sie in Ihrer persönlichen Situation auch die Zeit für einen Hund haben. Ein Hund ist ein Rudeltier der wenn er zu viel allein ist früher oder später einen Knacks bekommt. Es sollte aus diesem Grund schon die meiste Zeit eine Person im Haushalt anwesend sein. Ein ausgewachsener Hund sollte schon mindestens zweimal am Tag für eine Stunde ausgeführt werden, und das nicht nur bei schönem Wetter, sondern auch bei Schnee, Sturm, Regen, bei 20 Grad minus, auch wenn man eigentlich mal keine Lust hat. Urlaub geht nicht mehr ohne Hund. Ein Hund kostet nicht nur in der Anschaffung, sondern wenn Sie Steuer, Versicherung, Futterkosten, Routinebesuche beim Tierarzt, Hundeschule und von Zeit zu Zeit diverses Equipment. Zusammen rechnen kommen Sie locker auf 70-120 Euro im Monat ohne die ausserplanmässigen Tierarztkosten mit denen immer zu rechnen ist

Ein Hund lebt im Schnitt je nach Größe 10 bis 18 Jahre.

Alles das sollten Sie bedenken, bevor sie sich einen Hund anschaffen und seien Sie ehrlich zu sich selbst. Sehen Sie die Sache realistisch und nicht durch die rosarote Brille. Stellen Sie sich ruhig mal einige wirklich nervige Situationen mit Ihrem zukünftigen Hund vor. Da ist ganz viel Licht aber auch Schatten. Lotte hält mich oft genug ganz schön auf Trab und da geht es einfach nicht zu sagen „ Nach mir die Sintflut“. Da muss ich immer wieder durch. Ok auf der anderen Seite habe ich auch unglaublich viel Spaß mit der Süßen.


Der richtige Hund:

Die Anschaffung eines Hundes sollte kein Schnellschuss sein. Mal so eben aus einer Laune heraus zum Züchter Hund einpacken und fertig ist wirklich keine gute Idee. Hier sollten Sie sich gut vorbereiten und planen.

Dazu ergeben sich einige Fragen die Sie ab arbeiten sollten.

Welcher Hund ist für mich der richtige?

Viele Leute verfallen einen Modetrend. Gerade ist eine bestimmte Hunderasse in, schon kaufen sich die Leute genau diesen Hund, weil er halt so schick ist. Ob der Hund überhaupt zu ihnen passt spielt dabei keine Rolle. Hier möchte ich Sie an das Fiasko mit den Bordercollies erinnern. Vor ein paar Jahren wollte jeder einen Bordercollie. Der Bordercollie ist aber ein Gebrauchshund der fürs Schafe hüten gezüchtet wurde. Er ist hochintelligent und braucht unbedingt ganz viel geistige und körperliche Beschäftigung, wenn er schon nicht zum Hüten eingesetzt wird. Ein Bordercollie in einer Zweiraumwohnung in der Stadt halte ich für Tierquälerei und so gab es eine Zeit lang ziemlich viele geistig unterforderte Bordis in den Tierheimen. Oder Erinnern Sie sich an Paris Hilton mit ihren Handtaschen Chiwawa. Etwa ein Jahr später als Paris ihren Hund nicht mehr in der Handtasche von Party zu Party trug, platzten die amerikanischen Tierheime vor lauter Chiwawas aus allen Nähten. Es gab deswegen große Aktionen die Hunde von Kalifornien nach New York zu fliegen, weil es dort noch einen gewissen Bedarf an kleinen Stadthunden gab. Der Rest wurde wegen Unvermittelbarkeit eingeschläfert.

Hier ist es nun wichtig das Sie sich überlegen, welche Ansprüche Sie an Ihrem zukünftigen Hund haben. Suchen Sie einen Gebrauchshund für die Jagd? Soll der Hund Ihr Haus bewachen? Wünschen Sie sich einen netten Familienhund? Soll er groß oder eher klein sein? Sind Sie sportlich aktiv, oder eher der Typ Couchpotato…….und und und….

Hier bietet es sich an die Seite vom VDH (Verband deutscher Hunde) zu besuchen. Dort finden Sie einen Überblick über alle zugelassenen Rassen und einen Fragebogen um herauszufinden welcher Hund zu Ihnen passt. Sie finden einen Link zum VDH auf der Seite Links.

Wie ist meine persönliche Situation?

Ihre persönliche Lebenssituation wird die Auswahl der richtigen Hunde schon einschränken.

Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt. Sind Sie berufstätig und 40 Stunden die Woche auf der Arbeit. Ist wenigsten ein Erwachsener zu Hause. Wie ist Ihre Wohnsituation.( 1 Zimmer Wohnung oder Haus mit Garten). Haben Sie Kinder und in welchen Alter?

Sind Sie sicher das Sie nicht unter einer Tierhaarallergie leiden?

Was ist bei Eheleuten oder Partnern wenn einer der Partner wegen Trennung oder Scheidung ausfällt?

Gibt es temporäre Gelegenheiten den Hund artgerecht unterzubringen?

Überlegen Sie ob es im Fall von Urlaub, Krankheit oder Geschäftsreisen Eltern, Großeltern, Geschwister oder gute Freunde gibt, die sich in der Zeit wo Sie nicht zur Verfügung stehen um den Hund kümmern. Sind Sie bereit Monat für Monat die Unterhaltskosten für den Hund zu übernehmen?

Wie ich Eingangs schon geschrieben habe müssen Sie mit 70 – 120 Euro Unterhalt für Ihren Hund rechnen. Bitte fangen Sie da auch nicht an zu sparen in dem Sie billiges Futter kaufen, die Hundesteuer hinterziehen oder auf die absolut notwendige Hundehaftpflichtversicherung verzichten. Dieser Schuss geht irgendwann nach hinten los und kann böse enden.

Ich würde sicher keinem alleinstehenden Angestellten mit einer 40 Stundenwoche und einer Zweizimmerwohnung im dritten Stock ohne Fahrstuhl einen Hund verkaufen.

Wie wird die Haltung des Hundes bei Familienzuwachs organisiert? Eines der meisten Begründungen, den Hund umständehalber abzugeben, ist eine anstehende Schwangerschaft. Bei Kindern unter 6 Jahren habe ich so meine Bedenken sie mit einem Hund zu konfrontieren. Das kommt hierbei natürlich sehr auf den Hund an, und wie Sie den Umgang zwischen Hund und Kindern händeln.

Sind Sie bereit den nicht geringen Preis für einen Rassehund zu bezahlen?

Ein Labrador von einem LCD Züchter liegt so bei 1200,- Euro, beim DRC bei 1300,- Euro. Je mehr Sie Richtung Süddeutschland kommen steigt der Preis. Sie werden vielleicht erschreckt rufen

„ So viel Geld für einen Hund“. Ich werde später noch darauf eingehen was da für Kosten entstehen, wenn man verantwortungsvoll züchtet und das man als Züchter alles andere als reich wird. Wenn Ihnen der Preis zu hoch erscheint, sollten Sie überlegen ob es nicht auch in Frage kommt, die Tierheime in der Umgebung abzuklappern und zu schauen ob es dort einen Hund gibt der für Sie in Frage kommt. Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, sich einen älteren Hund anzuschaffen. Meinen ersten Labrador habe ich mir damals in Berlin aus dem Tierheim geholt und ich hatte das Glück ein relativ fertigen Hund zu bekommen, der vielleicht nicht den Idealvorstellungen des LCD entsprach, aber charakterlich ein toller Hund war. Es gibt aber auch sehr liebe und lustige Mischlinge im Tierheim, die charakterlich einem Rassehund in nichts nachstehen. Außerdem hat ein ausgewachsener Hund den Vorteil, das Sie die Welpenzeit überspringen können. Diese bedarf nämlich sehr viel Zeit und es muss die ersten Wochen immer jemand da sein um sich um den Welpen zu kümmern. Bei einem Tierheimhund müssen Sie mit einer Schutzgebühr von ca. 180 Euro rechnen, dafür bekommen Sie aber auch einen durchgeimpften bereits kastrierten Hund.

Was Sie bitte überhaupt nicht tun sollten, lassen Sie sich nicht einen Welpen aus dem Ostblock auf dem Wochenmarkt, im Internet oder auf einem Parkplatz aufschwatzen. Nicht nur das Sie in der Regel einen mit gefälschten Papieren und Impfausweis, kranken und meist unterernährten Hund kaufen, der Unsummen an Tierarztkosten verursacht oder gleich eingeschläfert werden muss, Sie halten mit dem Kauf eine mafiöse und tierverachtende Vermehrungsindustrie am Leben. Diese Tiere werden unter miesesten Bedingungen produziert. Die Hündinnen vegetieren in meist verdreckten und dunklen Ställen (dunkel um die Fruchtbarkeit zu erhöhen) und werden so oft wie es geht gedeckt. Glauben Sie mir eine Schwangerschaft und die Aufzucht belastet eine Hündin sehr. Das ist ein Grund warum ein verantwortungsbewusster Züchter  seiner Zuchthündin ausreichend Zeit gibt um sich zu erholen. Bei diesen „Pappkarton Hunden“ ist es aber so, das auf die Hündin keine Rücksicht genommen wird und so viel und lange Welpen produziert werden, bis die Hündin entsorgt wird.

Weiterhin gibt es auch Vermehrer die ohne Papiere züchten und den Hund entsprechend günstig anbieten. Beim LCD Ist die Zucht sehr reglementiert und gerade was Erbkrankheiten betrifft wird der Züchter genau überwacht. Ist eine Krankheit  bei dem Zuchthund diagnostiziert, wird er sofort aus der Zucht genommen. Ich habe einen Fall in der Bekanntschaft erlebt, die günstigen Labrador für 450,- Euro gekauft haben, aber bereits im ersten Jahr 1400,- Euro zum Tierarzt gebracht haben. Da der Hund chronisch erkrankt ist wird das mit den Tierarztkosten auch kein Ende nehmen. Das ist nicht nur teuer, sondern das Tier wird immer leiden.

Der Züchter:

Planen Sie vom ersten Gedanken bis zum Empfang des Welpen einige Zeit ein. Wir haben uns im Herbst 2011 entschlossen einen Welpen anzuschaffen und haben ihn Ende März 2012 abgeholt.

Gehen wir davon aus, Sie haben sich für eine Hunderasse entschieden. Über der VDH Webseite können Sie sich den entsprechenden Verein wie zum Beispiel den LCD heraussuchen. Auf der LCD Seite bekommen Sie eine Züchterliste mit den zu erwartenden Würfen. Suchen Sie sich die für Sie in Frage kommenden Züchter heraus und rufen Sie diese an. Am besten Sie bitten um einen Termin um sich einmal kennenzulernen. Rufen Sie ruhig mehrere Züchter an und schauen Sie sich die Webseiten, wenn vorhanden, der Züchter an. Oft stehen auch die erwartenden Wurftermine auf den Seiten, auch wenn Sie auf der Vereinswebseite noch nicht registriert sind. Bedenken Sie bitte wann und ob eine Hündin schwanger wird hängt von einigen biologischen Faktoren ab. Der Züchter kann Ihnen keinen Hund garantieren. Machen Sie Termine bei den Züchtern die in Frage kommen. Wir haben damals vier Züchter besucht. Alle waren sehr nett und haben gerne bei einem Kaffee Auskunft erteilt. Vor dem Termin beim Züchter sollten Sie sich einen Fragenkatalog erstellen, über alles was Sie wissen möchten.

Nun sollten Sie noch die Frage klären, ob Sie einen Rüden oder Hündin haben möchten. Grundsätzlich spielt es meiner Meinung charakterlich keine Rolle welches Geschlecht der Hund hat. Bedenken Sie das eine Hündin alle halbe Jahr läufig wird. Ein Rüde unter Umständen zum Streunen neigt und alle 3 Meter sein Revier markiert. Ansonsten sollten Sie überlegen was Ihnen sympathischer ist. Vielleicht verlassen Sie sich auch auf den Züchter, der durchaus bemüht ist, Sie kennenzulernen und natürlich seine Welpen am besten einzuschätzen weiß. Hierzu ist zu sagen das nicht Sie den Welpen aussuchen, sondern der Züchter. Also nicht wer zuerst kommt mahlt zuerst, sondern der Züchter ist sehr bemüht den am besten zu Ihnen passenden Welpen auszusuchen.

Beim Besuch des  Züchter löchern Sie diese ruhig mit Fragen und machen Sie sich ein Bild von ihm. Schauen Sie sich seine Hunde an. Wie sind Sie erzogen und welchen optischen Eindruck machen diese auf Sie. Benutzen Sie Ihre Nase. Lottes Züchter hat 9 Hunde im Haus und man hat es  weder am Geruch noch am Zustand der Wohnung gemerkt. Alles war tiptop! Wir haben allerdings bei unseren Besuchen bei allen Züchtern in der Beziehung nur gute Erfahrungen gemacht. Ein guter Züchter wird sich die erforderliche Zeit für Sie nehmen. Nachdem Sie die in Frage kommenden Züchter besucht haben, gehen Sie in sich und überlegen welchem Züchter Sie am meisten Vertrauen schenken können. Hier müssen Sie sich auf Ihren Bauch verlassen.

Nun noch einige Anmerkungen zum Kaufpreis. Rassehundewelpen züchten ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Eine Zucht im VDH aufzubauen ist eine sehr aufwendige und auch kostenintensive  Sache. Sie haben eine Hündin die Sie zur Zucht zulassen möchten. Das bedeutet das Sie eine Menge an Voraussetzungen erfüllen müssen. Die Hündin muss die entsprechenden Papiere haben. Um zu züchten müssen Sie mindestens 1 Jahr Mitglied in dem entsprechenden Verein sein.  Mit 4- 5 Monaten ist ein Wesenstest erforderlich. Nach einem ca. 1 Jahr muss der Hund geröntgt werden, um eine Hüftdysplasie HD und eine Ellenbogendysplasie auszuschließen. Um Züchter zu werden, müssen Sie einen Zuchtlehrgang belegen und diesen mit einer  Zuchtprüfung abschließen. Dann kommt es zu einer Zwingerabnahme. Hier wird geprüft ob Sie die räumlichen Voraussetzungen für eine Zucht erfüllen. Sie brauchen eine Wurfkiste und später einen ausreichend großen Raum um die Welpen zu halten.  Wenn irgendwas nicht erfüllt ist, können Sie die Zucht mit dieser Hündin vergessen, was nicht bedeutet das die Hündin dann entsorgt wird. Selbstverständlich bleibt Sie im Haus. Dann brauchen Sie einen geeigneten Rüden der auch nicht gerade um die Ecke gehalten wird. Die Deckprämie beträgt ungefähr einen Welpen Kaufpreis.  Nicht jede Geburt verläuft reibungslos. Bei Problemen muss ein Tierarzt hinzu geholt werden. Die Welpen müssen auch die ersten 4 Wochen überleben. Dann kommen die Tierarztkosten für  die Erstuntersuchung, das Impfen und Chippen dazu. Vergessen wir auch nicht die Futterkosten für die Welpen. Das alles leistet der Züchter erst mal in Vorkasse. Die Arbeit die damit verbunden ist sollten wir natürlich auch honorieren. Die Geburt und die Aufzucht ist eine Menge Arbeit. Ich finde das sich dadurch der Preis durchaus rechtfertigt. Sie können sich sicher sein das man mit einer Hundezucht sich bestimmt keine goldene Nase verdient.

Wenn Sie sich entschieden haben, rufen Sie den Züchter Ihres Vertrauens an und lassen Sie sich auf die Warteliste setzen, vorausgesetzt der Züchter möchte Ihnen einen Welpen verkaufen. Ich weiß nicht wie sich das bei anderen Hunderassen verhält, bei dem Labrador hält sich das Angebot und die Nachfrage in der Waage. So nun heißt es abwarten und Tee trinken. Wann wird die Hündin läufig, ist der Deckakt erfolgreich? Wirft die Hündin genügend Welpen damit für Sie auch einer dabei ist? Das ist schon eine spannende Zeit.